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Zu unserem Bestürzen erreichte uns von unseren deutschen Terrier-Freunden die Nachricht vom Ableben eines ihrer über Jahrzehnte als Integrationsfigur bei Ausstellungen, in der Zucht und im Vereinsleben bekannten Terrierliebhabers. Wir schließen uns dem Gedenken in Demut und Trauer an und entbieten vor allem seiner Frau, seinen Angehörigen und den vielen Freunden unser aufrichtiges Mit- und Beileid angesichts dieses Verlustes.

(Mag. Gerhard Pöllinger-Sorré, Präsident) 

Der folgende Nachruf stammt von der Webseite der KfT-Ortsgruppe München von 1909. Link zum  Originalbeitrag

Am Morgen des Weihnachtstages verstarb Wolfgang Seibert im Alter von 80 Jahren nach schwerer Krankheit. Wer seine Situation in den letzten Jahren mitbekommen hat, der weiß, dass der Tod eine Erlösung war – für ihn und für die Angehörigen, allen voran seine Ehefrau Ingrid. Aber wollen wir nicht an die letzten Jahre denken, sondern an die Zeit, an der Wolfgang Seibert sich noch mit Freude und Elan um seine Familie kümmern konnte und um seine geliebten Terrier. Auf den Terrier gekommen ist das Ehepaar 1986, seit 1991 züchtete Wolfgang zusammen mit seiner Ehefrau Norwich Terrier, später (ab 2006) Border Terrier. Zu Beginn der Zucht lebten sie im südlichen Münchner Stadtviertel Solln. Dort gibt es den Warnberg - eine topografische Erhebung – von der die Zuchtstätte ihren Namen erhielt: von Warnberg. Nach einem Zwischenstopp in Taufkirchen bei München fanden sie im Jahr 2001 ihre Heimat in Buchloe im schwäbischen Landkreis Ostallgäu. Viele Jahre haben die Beiden auch sehr erfolgreich an Ausstellungen im In- und Ausland teilgenommen und dabei zahlreiche nationale und internationale Championtitel errungen, vom Jugend- bis zum Veteranenchampion.

Aber nicht nur die Zucht wurde mit Engagement betrieben. Auch der Klub für Terrier lag Wolfgang am Herzen. Er bekleidete viele Ehrenämter und war viele Jahre lang Mitglied im Vorstand der Ortsgruppe München von 1909, bis zu ihrer Auflösung Vorstandsmitglied der LG Bayern sowie Mitglied des Ehrenrats 1. Instanz. Neben der Arbeit rund um den Klub kam aber auch nie die Geselligkeit zu kurz, die Verein und Terrierfreunde zusammenhält.

Trauer ist wie ein großer Felsbrocken. Wegrollen kann man ihn nicht. Zuerst versucht man, nicht darunter zu ersticken. Dann hackt man ihn Stück für Stück kleiner. Den letzten Brocken steckt man sich in die Hosentasche und trägt ihn ein Leben lang mit sich herum. In diesem Sinne werden wir immer an Wolfgang Seibert denken und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Uschi Anders